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© Frank Dommenz

Wie wir Entscheidungen treffen .  . . . .

Was esse ich zum Frühstück? Fahre ich Rad oder laufe ich? Welches Musikinstrument könnte ich lernen? Mit wem soll ich Freundschaft schließen? Ständig treffen wir Entscheidungen. Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass wir täglich millionenmal zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Dabei geht es meistens um Kleinigkeiten. Doch manche Entschlüsse sind so wichtig, dass sie unser Leben verändern. „Das muss gut überlegt sein“, raten darum viele. Andere sagen: „Hör auf dein Bauchgefühl!“ Wer hat recht?

Jeder von uns besitzt das sogenannte Bauchgefühl, manche nennen es auch Intuition. Damit ist gemeint: Wir wollen uns für oder gegen etwas entscheiden, ohne genau zu wissen, warum. Dieses Gefühl beruht auf Erfahrungen, die in uns gespeichert sind. So eine Bauchentscheidung fällt in 0,2 Sekunden – das ist fast so schnell wie ein Wimpernschlag. Und noch dazu automatisch: In Studien haben Wissenschaftler herausgefunden, dass sich unser limbisches System – die Hirnregion, die für Emotionen zuständig ist – an jeder Entscheidung beteiligt. Entschlüsse ohne Bauchgefühl gibt es also nicht. Das ist auch gut so! Wenn die Zeit knapp ist oder wir in komplizierte Situationen geraten, brauchen wir unser Bauchgefühl dringend. Denkt nur an einen Arzt in der Notaufnahme. Er hat selten Zeit, alle Informationen über einen Patienten zu sammeln und dann zu überlegen, wie er ihn behandeln soll. Genauso wie ein Torwart beim Elfmeter. Nach Abschuss des Balls bleiben ihm 0,4 Sekunden. In welche Ecke soll er springen? Er muss spekulieren und auf seine Intuition vertrauen.

Allerdings: Das Bauchgefühl kann auch täuschen. Nur weil ihr schon zehnmal an den gleichen Urlaubsort gefahren seid und es immer tolle Ferien waren, muss es beim elften Mal nicht noch einmal so sein. Wenn wir die Möglichkeit haben, sollten wir uns darum Zeit nehmen, den Verstand einschalten und nachdenken (Warum haben mir die Ferien immer gefallen? Könnte ich mich dieses Mal langweilen?). Am besten sammelt ihr alle Informationen, die wichtig sein könnten, und wägt anschließend ab.

  1. Pro-und-Kontra-Liste: Macht eine Liste mit Argumenten. Was spricht für und was gegen eine Sache? Mit dieser Methode verschafft ihr euch einen Überblick darüber, was euch wichtig ist.
  2. Ausschlussprinzip: Ihr wisst nicht, was ihr wollt? Dann überlegt zunächst, was für euch auf gar keinen Fall infrage kommt. Auch das hilft beim Entscheiden!
  3. Umfrage: Wendet euch an Freunde, die die gleiche Entscheidung treffen mussten wir ihr jetzt. Sind sie mit ihrer Wahl zufrieden? Ihr Rat ist wahrscheinlich gut für euch, denn meistens umgeben wir uns mit Menschen, die uns ähnlich sind.
  4. Drüber schlafen: Wenn ihr vor lauter Grübeln nur noch Gedankenbrei im Kopf habt – wartet bis morgen. Schlaf gibt dem Gehirn eine Pause, die Gedanken können sich sortieren.

 

© Frank Dommenz  (*1961), Malermeister und Illustrator

Seite aktualisiert am  16.08.2022

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Malerarbeiten

 

Der bester Maler ist immer noch die Natur.

 

Leider nur Wirklichkeit, sagte der Maler.

Manfred   Hinrich   (1926 - 2015)

 

Denn die Maler begreifen die Natur und lehren uns sie sehen.

Vincent  van  Gogh   (1853 - 1890), holländischer Maler und Grafiker

 

Zwei Personen stecken in einem Maler - ein Dichter der Farbe und der Handwerker.

 

 

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